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Geschichte des Bauernhauses

Von Roll Arbeiter vor dem Bauernhaus

Das Bauernhaus ist eines der ältesten Gebäude im Mösli von Winstorf. Es wurde vermutlich um 1897 erbaut. Der Brunnen trägt diese Jahrzahl aber es gibt leider keine offiziellen Aufzeichnungen oder Dokumente mehr. Es war ursprünglich ein kleiner Hof, gedacht als Bauernbetrieb kombiniert mit Industriearbeit. Damals hat es in den umliegenden Dörfern viele sogenannte „Fürobä-Burä“ gegeben, die tagsüber in der Von Roll oder Papierfabrik gearbeitet haben und nach Feierabend einen kleinen Hof betrieben. 1947 wurde ein gemauerter Stall ans Haus und die Tenne angebaut.
1951 wurde der Hof durch Willy Wenger übernommen, der mit seiner Frau und den 4 Kindern, Werner, Vroni, Heinz und Ruth, den Hof mit viel Eigeninitiative unterhalten hat. In selben Jahr wurde auch das Dach neu eingedeckt und das Wohnzimmer und die Schlafzimmer neu getäfert.
1959 wurde die Isolation des Hauses verbessert. Dabei wurde die Rigelfassade durch eine hinterlüftete Eternitziegelfassade ersetzt.
1963 wurde auf der Ostseite ein Anbau erstellt, der eine Küche, Toilette und Bad ins Haus integrierte. 
1965 wurde eine 10 x 33 m grosse Geflügelmasthalle erstellt. Gleichzeitig wurde dabei auch die Holzfeuerung im Hause durch die neue Oelheizung in der Geflügelhalle ersetzt. Die Geflügelmast und der Bauernbetrieb waren bis 1987 aktiv.
2003 im Januar wurde der Hof von Thomas Fischer gekauft mit dem Ziel für sich und seine Partnerin Claudia Flückiger ein Heim und eine Pferderanch daraus zu machen. Dies bedingte eine vollständige Renovation des Hofes. Es war von Anfang klar, dass die Substanz und die schönen alten Elemente des schützenswerten Hofes erhalten werden sollten aber dem neuen Besitzer auch ein den heutigen Ansprüchen gerecht werdendes Wohnen zu ermöglichen. Ein in 6 Phasen geplanter Umbau wird seit 2003 mit grosser Detailtreue und viel Eigenleistung durchgeführt. Heute erstrahlt die Double-H-Ranch in neuem Glanz und hat dazu beigetragen das ländliche Ortsbild vom „Mösli“ zu erhalten und seinen neuen Bewohnern ein natur- und traditionsbezogenes Leben zu ermöglichen.